Aufruf zur Mithilfe – Wer unterstützt uns ehrenamtlich?

Der Helferkreis Asyl bittet um Mithilfe!

Es läuft gut in Inning. Das bekommen wir sehr oft zu hören und es entspricht den Tatsachen. Nach der zweimaligen Belegung der Turnhalle im Sommer 2015 mit Menschen in Not aus vielen verschiedenen Ländern sind in unserem Dorf im Dezember bereits zwei Jahre sowohl die Containerwohnanlage am Schorn als auch einige dezentrale Unterkünfte mit Flüchtlingen belegt.

Es sind Menschen aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Irak, Nigeria, Tansania, Eritrea und Palästina, die mit uns und wir mit ihnen, versuchen friedlich zusammen zu leben. Dies gelingt uns auch meistens. Es ist ein schwieriges Zusammenleben in den engen Containern, ohne Privatsphäre, oftmals ohne Perspektive und jeder Einzelne mit seiner ganz persönlichen Geschichte. Eines ist gewiss, die Mehrheit dieser Menschen hat ihr Land nicht freiwillig verlassen. Wir Helfer schauen nicht durch die rosarote Brille. Wir wissen genau, dass Integration nicht bei allen gelingen wird. Es gibt auch in Inning Flüchtlinge, die nicht bereit sind, sich zu integrieren. Es gibt auch in Inning Flüchtlinge, die Suchtprobleme haben. Es gibt in Inning aber auch die Menschen, die hier ein neues Zuhause suchen, die mit uns gemeinsam leben möchten, die fleißig sind, Sprachkurse besuchen, froh sind, keine Angst mehr haben zu müssen, Integration leben und eine Bereicherung für uns bedeuten.

Mittlerweile verlassen viele Flüchtlinge Inning, da sie, auch wieder unter Mithilfe der Paten, Wohnung und Arbeit gefunden haben und jetzt ihren eigenen Weg versuchen zu gehen. Andere wieder haben die Verpflichtung, als sogenannte „Fehlbeleger“ die Wohnanlage zu verlassen.

Fakt ist, dass die Containerwohnanlage immer wieder „nachbelegt“ wird. Fakt ist auch, dass vermehrt alleinstehende Männer zu uns kommen werden, und Fakt ist auch, dass es ehrenamtliches Engagement für den Frieden im Ort bedarf. Sich auf fremde Menschen und Kulturen einzulassen, kann auch eine große Bereicherung fürs eigene Leben sein. Viele Helfer sagen: „Trotz der Anstrengung möchten wir diese Zeit nicht missen“.

Es geht nur gemeinsam. Wir brauchen Paten, die Ansprechpartner für einzelne Flüchtlinge sind. Wir suchen Menschen, die bereits sind, den interessierten Flüchtlingen unsere Sprache beizubringen, Menschen, die bereit sind, Flüchtlinge bei Behördengängen zu begleiten und und und. Jede Stunde Einsatz hilft. Bei Interesse nehmen Sie bitte mit Frau Sabina Eisenmann Kontakt auf. sabina.eisenmann@gmx.de

Anja Wagatha