Rückblick: Infoveranstaltung/Helfertreffen am 27.11.15

Am 27.11.15 hatten sich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger im Spectacel eingefunden und hörten interessiert Herrn Landrat Roth und Herrn Kreisbaudirektor Dr. Kühnel zu, welche über den aktuellen Stand der Flüchtlinge im Landkreis Starnberg sowie über die Containerwohnanlage in Inning referierten. Momantan werden dem Landkreis 53 Asylbewerber wöchentlich zugeteilt. Der Bezug der Inninger Container ist angedacht für kurz vor bzw. kurz nach Weihnachten. Das Landratsamt selbst bekommt auch erst zwei Tage vor der Zuteilung die Information, wer kommen wird. Die Bewohner sollen für die nächsten Jahre Inninger werden. Es ist davon auszugehen, dass nur Flüchtlinge mit längerer Bleibeperspektive in Inning angesiedelt werden. Ein leichter Wechsel ist möglich. Es ist geplant, dass Jonas Better Place tagsüber mit einer Person vor Ort sein wird und auf jeden Fall im ersten Monat nachts von 22 Uhr bis 6 Uhr ein Sicherheitsdienst anwesend sein wird, auch zur Sicherheit der Asylbewerber. Auch ein Hausmeister wird der Anlage zur Verfügung stehen. Die Containerwohnanlage selbst ist für 96 Bewohner ausgelegt, jeweils untergebracht in Wohnungen für 6 Personen. Jede Wohneinheit verfügt über ein eigenes Bad und eine Kochgelegenheit mit Geschirr, Töpfen und Handtüchern. In einer Nebenanlage gibt es neben dem Büroraum für die Verwaltung auch einen Gruppenraum sowie einen Waschraum mit Waschmaschinen und Trocknern. Aus dem Publikum wurde angeregt, dass man Flüchtlinge, die im Sommer in der Notunterkunft untergebracht waren, wieder nach Inning rückführen könnte. Etliche der Asylbewerber würden gerne längerfristig in Inning bleiben und dem Helferkreis wäre die Integrationsarbeit enorm erleichtert, da schon viel Vorarbeit geleistet wurde. Herr Roth verprach, sich der Sache anzunehmen. Bis nächste Woche können in der Nachbarschaftshilfe Inning die Namen der Flüchtlinge bekannt gegeben werden, die wieder gerne nach Inning zurückkehren möchten. Im Anschluss an die offizielle Informationsveranstaltung startete das Helferkreistreffen. Das Koordinationsteam sowie die Struktur des Helferkreises wurde vorgestellt. Dies können Sie auf dieser Homepage in aller Ausführlichkeit nachlesen. Betont wurde noch einmal das große Ziel, die Flüchtlinge in den Ort zu integrieren, indem ihnen Hilfe zur Selbsthilfe gegeben wird, sodass sie ihr Leben möglichst rasch aktiv selbst in die Hand nehmen können. Im Vergleich zur Erstaufnahme im Sommer werden die Asylbewerber nun deutlich mehr auf sich selbst gestellt sein. (Sie kaufen selbst ein, kochen selbst, putzen selbst,  waschen selbst, müssen Deutschlernen, ihr Taschengeld einteilen, sich auf die Anhörung vorbereiten etc.) Nochmals betont wurde auch, dass die Leistungen des Helferkreises zu gleichen Teilen für die Flüchtlinge wie auch für Inning erbracht werden mit dem großen Ziel eines friedlichen Zusammenlebens in unserem Ort. Die Nachbarschaftshilfe hatte eine 450,- € Stelle ausgeschrieben für einen Betreuer vor Ort. Herr Uwe Faust bekam den Zuschlag für diese verantwortungsvolle Aufgabe als erster Ansprechpartner vor Ort, der in engem Kontakt mit dem Koordinationsteam stehen wird. Letzteres freut sich auf eine konstruktive, fruchtbare Zusammenarbeit. Herr Ralf Weißhaar und Frau Gabi Kaller umrissen die allgemeinen Ziele sowie die Aufgaben der Paten, welche nun besonders in den Vordergrund treten werden. (Auch diese können Sie explizit auf dieser Homepage bei Anklicken der Links nachlesen.) An alle Interessierten richtet sich die Einladung zum Treffen der Paten am 9. Dezember um 19.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Nachbarschaftshilfe Inning. Ein Großteil des bewährten Teams für das Deutschlernen um Frau Jutta Göbber herum wird seine Arbeit fortsetzen. Geplant ist der Beginn der Deutschkurse im neuen Jahr. Frau Dorothée Vierheilig berichtete über die Planungen hinsichtlich der Arbeitsmarktintegration. Gemeinsam mit anderen Helferkreisen hat sich auch Inning der Initiative des Helferkreises Breitbrunn/Herrsching um Herrn Dr. Strasser und Frau Eckert-Gemell herum angeschlossen, die sich dafür einsetzt, landkreisweit offene Arbeits- bzw. Praktikumsstellen aufzulisten wie auch die Arbeitsgesuche der Flüchtlinge zusammenzustellen. Nach drei Monaten dürfen die Asylbewerber unter bestimmten Bedingungen arbeiten, welche jeweils genau geprüft werden müssen.

Wir freuen uns über jeden, der den Helferkreis unterstützen möchte. Gerne schreiben Sie uns unter „Kontakt“ eine Email. Jeder kann mitwirken in dem Maße wie es seine persönlichen Umstände zulassen. Diese große Aufgabe können wir nur gemeinsam bewältigen!

 

Anja Wagatha