Ablauf des Berufseinstieges

Im Folgenden wird ein möglicher Ablauf eines Berufseinstieges für einen Flüchtling skizziert.

  • 1€- Jobs (parallel Sprachkurs)
  • Praktika (parallel Sprachkurs)
  • Mini-Jobs (450,- Basis)
  • Helferjobs- Jobs (Teilzeit oder Vollzeit)
  • Ausbildung in Modulen (Teilqualifizierungen)
  • Duale Berufsausbildung (Lehrstellen)

Unabdingliche Grundlage ist der Erwerb der deutschen Sprache. So ist es eine sehr wichtige Aufgabe der ehrenamtlichen Betreuer die Notwendigkeit dessen an die Asylbewerber zu transportieren.

Über den am 17. März 2016 stattgefundenen Erfahrungsausstausch über die Beschäftigung von Flüchtlingen, zu dem die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung geladen hatte, schreibt Herr Dr. Strasser:

“Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung in Starnberg (GfW) lud zu einem Erfahrungsaustausch. Was bedeutet es, Flüchtlinge zu bechäftigen? 4 Unternehmer berichteten persönlich und das Ergebnis war erstaunlich: Motivation und Einsatzkraft „eins mit Stern“. Überraschend auch die Haltung von Herrn Dieber, dem Leiter der Arbeitsagentur zum Thema Ausbildung: „Ich glaube daran, dass diese Menschen bei uns zu guten Fachkräften werden, aber eine Ausbildung sollten sie erst nach einigen Jahren bei uns machen. Denn vorher schaffen sie es wegen Sprachproblemen nicht, dem Unterricht in der Berufschule zu folgen.“

Und wo lernt man Deutsch am besten? Am Arbeitsplatz. Deshalb gilt die Devise: Möglichst sofort rein in die Arbeitswelt, zugleich mit ersten Deutschkursen, also anfangs vielleicht noch Teilzeit, dann rasch Vollzeit, Helfertätigkeiten, Erfahrung in Deutschland sammeln und nach einigen Jahren Beginn einer Berufsausbildung. Diese wird dann von der Arbeitsagentur als UMSCHULUNG gestaltet und finanziert. Ein plausibler Weg. Packen wirs an, der Tag in Starnberg hat Mut gemacht.”

Die IHK Oberbayern bietet einen Leitfaden für Unternehmen, welche Asylbewerber einstellen wollen, an.