Unterstützung

Frau Ute Hörri

Seit dem 1. April 2017 unterstützt Ute Hörri  als 450 €- Kraft das Koordinationsteam in der Bewältigung der zahlreichen Aufgaben.

Sie stellt sich wie folgt vor:

„Ich bin 72 Jahre alt und bin noch Patin einer Familie, die in die Inning wohnte. Nachdem jetzt alle eine Wohnung gefunden haben und alle versorgt sind, habe ich mich entschieden, noch weiter für das Camp tätig zu sein.

Ich habe Freude daran, den Anwohnern zu helfen und versuche diese verantwortungsvolle Aufgabe gut zu machen.“

 

Anja Wagatha führte im Oktober 2017 ein Interview mit ihr.

Aus welchen Beweggründen haben Sie sich für diese Aufgabe entschieden?

Ich setze mich schon mein Leben lang für Menschen ein, denen es nicht so gut geht. Außerdem habe ich das „Helfersyndrom“, wobei ich betonen möchte, dass immer beide Seiten davon profitieren. Als die Flüchtlingswelle 2015 auf uns zukam, war ich von Anfang an als Helfer dabei.

Welche Tätigkeitsfelder umfasst Ihre Aufgabe?

Ich unterstütze vor allem die patenlosen Flüchtlinge. Sie kommen mit amtlichen Schreiben zu mir und ich helfe dabei, die anfallende Korrespondenz mit den Ämtern zu erledigen. Ich kümmere mich um Arzt- oder Operationstermine und sorge dafür, dass sie in die Deutschkurse gehen. Außerdem unterstütze ich bei der Wohnungssuche, bei der Anerkennung von Vaterschaften, der Beschaffung von Geburtsurkunden etc. Das hört sich alles leicht an, ist aber durch die gesetzlichen Vorgaben sehr schwer.

Was gestaltet sich als besonders schwierig?

Als schwierig empfinde ich den Umgang mit den einzelnen Ämtern. Sie sind an die Vorschriften der Regierung gebunden, und so wird in meinen Augen immer wieder ein praxisnahes, sinnvolles Handeln erschwert. Es gestaltet sich zum Beispiel als sehr schwierig, eine Arbeitserlaubnis für eine Ausbildung zu bekommen. Oder plötzlich wird die Arbeitserlaubnis nicht mehr verlängert, obwohl der Betrieb zufrieden ist und weiter mit dem Asylbewerber zusammenarbeiten möchte.

In welchen Bereichen haben Sie das Gefühl, dass Sie etwas bewirken können?

Erfolg ist für mich, wenn eine Familie die Anerkennung hat, eine Wohnung gefunden hat und aus der Anlage ausziehen kann.

Wenn Sie sich etwas von den Inninger Bürgern wünschen dürften, was wäre es?

Ich hoffe, dass die Inninger Bürger sich inzwischen an die Neuankömmlinge gewöhnt haben. Und ich wünsche mir, dass alle immer im Hinterkopf haben, dass der Helferkreis sich sehr einsetzt für ein friedliches Zusammenleben in Inning. Außerdem sind wir auf der Suche nach neuen Paten. Es wäre toll, wenn jemand Lust hat, uns aktiv zu unterstützen.